Um 18.42 Uhr stand am Sonntagabend das Wahlergebnis fest: 1.963 Wählerinnen und Wähler machten ihr Kreuzchen hinter dem Namen von Klaus Prietzel (43, CDU), der somit mit deutlichen 61,7 Prozent zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Schipkau gewählt wurde. Mit dem Ergebnis vereinigte Prietzel zudem auch deutlich mehr als die laut Wahlordnung vorgesehenen 15 Prozent der Wahlberechtigten hinter sich. Prietzels Mitbewerberin Elke Löwe (53, Die Linke/SPD) aus Hörlitz erhielt 35,2 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Deutlich abgeschlagen landete Andreas Kunick aus Klettwitz (47, Einzelbewerber) mit 3 Prozent der Wählerstimmen auf dem 3. Platz.
„Besonders freue ich mich über die verhältnismäßig gute Wahlbeteiligung“, erklärte Schipkaus Wahlleiterin Ulrike Kurio in einer ersten Reaktion, „denn mit 50,5 Prozent waren immerhin 10 Prozent mehr Wähler zu verzeichnen, als bei der Bürgermeisterwahl im vergangenen Jahr.“ Prietzel erhielt die Nachricht bei einer Wahlparty mit Familie, Freunden und Wahlhelfern im Sportvereinsheim, über welches sich symbolträchtig ein Regenbogen am Himmel wölbte. „Gestern siegten unsere Kegler, heute feiert unsere 2. Männermannschaft den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga, und nun auch noch dieses tolle Ergebnis“, freute sich der engagierte Freizeitsportler.
Unter den Gratulanten war auch Landrat Siegurd Heinze, welcher vor seinem Wechsel an die Spitze des Landkreises langjähriger Schipkauer Bürgermeister war. „Klaus Prietzel hat offensichtlich das Vertrauen der Wähler“, so Heinze, „und nun muss er sich das Vertrauen der Gemeindeverwaltung und vor allem der anderen Ortsteile erarbeiten.“ Klaus Prietzel ist seit Langem in der Kommunalpolitik aktiv und zudem gegenwärtig Ortsvorsteher des Namen gebenden größten Ortsteils. Allein hier erhielt Prietzel bereits eine Stimmenanzahl, welche das Quorum von 15 Prozent aller Wahlberechtigten überschritt. Mit unterschiedlichen Abstrichen siegte Prietzel auch in allen anderen Ortsteilen – bis auf Hörlitz, wo Mitbewerberin Elke Löwe zu Hause ist.
Der Wahlsieger hat nun eine Woche Zeit, die Wahl anzunehmen. Rund 6.400 Wahlberechtigte waren in den sechs Ortsteilen der Gemeinde aufgerufen, ihr Stimmrecht in acht Wahllokalen wahrzunehmen. „Wir möchten allen freiwilligen Wahlhelfern insbesondere aus der Bevölkerung ausdrücklich für ihre erneute Mitwirkung danken“, erklärte der amtierende Bürgermeister, Falk Peschel, „schließlich ist es nun schon die fünfte Wahl seit Jahresbeginn 2009.“