Aktuelles01.07.2010

Sprach im Interview mit der MAZ über ihre Ziele und das Verhältnis zur SPD - Dr. Saskia Ludwig, Landesvoritzende der CDU Brandenburg. Sprach im Interview mit der MAZ über ihre Ziele und das Verhältnis zur SPD - Dr. Saskia Ludwig, Landesvoritzende der CDU Brandenburg.

Die bessere Wahl

MAZ-Interview mit der neuen Landesvorsitzenden der CDU Brandenburg, Dr. Saskia Ludwig.

MAZ: Frau Ludwig, Sie wollen die CDU in Brandenburg zur stärksten Kraft im Land machen. Ist das nach dem Landtagswahlergebnis von 19,8 Prozent nicht illusorisch?

Saskia Ludwig : Nein. Ich bin überzeugt von unserem Erfolg, auch wenn das natürlich nicht von heute auf morgen geht . . . . . .

Also noch nicht bis zur nächsten Wahl 2014?

Ludwig: Wie schon auf dem Parteitag und zuvor verdeutlicht, 2014 wird eine Etappe auf unserem Weg sein, stärkste Kraft in unserer Heimat zu werden. Eine Volkspartei muss den Anspruch haben, gewinnen zu wollen.

Aber wie wollen Sie das schaffen?

Ludwig: Durch harte Arbeit und eine klare Politik aus Bürgersicht. Wir müssen den Brandenburgern sagen, warum wir die bessere Alternative sind. Unsere inhaltlichen Schwerpunkte sind klar umrissen: Bildung, Finanzen, Wirtschaft, innere Sicherheit. Ich setze dabei auf ein leistungsstarkes Team, auf Brandenburger, die ihr Land lieben und kennen.

Sie haben angekündigt, dass sich die CDU künftig Mehrheiten "jenseits der SPD" suchen wolle. Schließt das eine Kooperation mit der SPD von Parteichef und Ministerpräsident Matthias Platzeck aus?

Ludwig: Ja, so wie die SPD momentan ausgerichtet ist. Sie verfolgt eine rückwärtsgewandte Politik, die nicht die unsere ist. Statt auf die Zukunft, den Fleiß und die Leistungsfähigkeit der Bürger zu setzen, betreibt sie eine verantwortungslose Politik der Verschuldung und Umverteilung. Sie ruiniert damit bewusst den Haushalt, nur um die Wahlversprechen der Linken zu bedienen. Sollte sich das wieder ändern und die SPD sich von ihrem Linksdrall erholen, könnte ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen.

Sie müssten, um Mehrheiten ohne die SPD zu schmieden, verstärkt auf die beiden Oppositionsparteien FDP und Grüne zugehen.Wie sehen Sie die Chance für eine "Jamaika-Koalition" in Brandenburg?

Ludwig: Es ist kein Geheimnis, dass wir einige gemeinsamen Ansätze haben. Ich schätze bei FDP und Grünen vor allem ihre Verlässlichkeit, die sie von der SPD unterscheidet. Die SPD hält Ihrer Partei vor, neben der Stimmungslage der Brandenburger zu liegen, weil Sie statt eigener Inhalte immer nur das Stasi-Thema in den Mittelpunkt rückten.

Ist der Vorwurf berechtigt?

Ludwig: Mit diesem Vorwurf versuchen sie seit Monaten von ihrer Unfähigkeit abzulenken und damit die zahlreichen inhaltlichen Vorschläge von uns auszublenden. Ich sehe bei Rot-Rot nicht ein einziges Thema, das Brandenburg tatsächlich nach vorn bringt. Im Gegenteil, statt eigene Vorschläge zu unterbreiten, wie es eigentlich die Aufgabe der Regierung ist, sind sie von ihrer eigenen Vergangenheit getrieben. Das Stasi-Thema hat Rot-Rot mit ihren eigenen Stasi-Fällen permanent in den Mittelpunkt gerückt. Wir mussten darauf angemessen reagieren.

Quelle: MAZ, 29.06.2010.

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