Wilhelm Wolf - Ehrenamtspreis
24.06.2014, 16:52 Uhr
 
„Wilhelm Wolf – Ehrenamtspreis“ der CDU Brandenburg vergeben

Am Freitag den 20. Juni 2014 wurde im Rahmen des traditionellen Brandenburgabends der CDU der Wilhelm Wolf – Ehrenamtspreis an Robin Myska, Roselyne Dirk, Matthias Nowak und Bianca Stimmig vergeben. Die CDU Brandenburg zeichnet damit Bürger aus, die sich in besonderer Weise um das Ehrenamt verdient gemacht haben.

Der Preis wurde dieses Jahr bereits zum vierten Mal verliehen und ist insgesamt mit 1500 Euro dotiert. Vorschläge für die Preisträger konnten in den vergangenen Wochen eingereicht werden. Gemeinsam mit Generalsekretärin Anja Heinrich und Maria von Pawelsz-Wolf, der Tochter von Namensstifter Wilhelm Wolf, überreichte der Parteivorsitzende Michael Schierack den Ehrenamtspreis. Er gratulierte den Ausgezeichnten und unterstrich die Bedeutung des Ehrenamtes für das gesellschaftliche Miteinander. “Ehrenamt ist Eigeninitiative und Eigenverantwortung. Ehrenamtlich Tätige ziehen ihren Lohn aus der Aufgabe selbst und aus dem gemeinschaftlichen Engagement für andere. Vor diesem unentgeltlichen Bemühen muss die Gesellschaft ihren Hut ziehen. Wir sind dankbar, dass es so viel Bürgersinn in Brandenburg gibt.“, so Schierack.

Gruppenfoto mit den Preisträgern und Anja Heinrich, Maria von Pawelsz-Wolf und Michael Schierack

Der erste Platz ging in diesem Jahr an Robin Miska und Roselyne Dirk aus dem Landkreis Oberhavel. Beide sind Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Villetaneuse-Birkenwerder, welches sich seit einiger Zeit um den freundschaftlichen Austausch zwischen französischen und Brandenburger Jugendlichen verdient macht. Preiswürdig sind dabei vor allem die Organisation einer deutsch-französischen Radtour im Sommer 2014, die Durchführung einer Festwoche anlässlich des 50. Jahrestags des Élysée-Vertrags und die Intensivierung des Austauschs zwischen Villetaneuse und Birkenwerder mit Besuchsdelegationen zu den jeweiligen Rathausfesten.

Der zweite Platz ging an Matthias Nowak aus Potsdam. Als langjähriger Vorsitzender des Fördervereins Marienschule Potsdam e.V. trägt er maßgeblichen Anteil daran, dass die 1939 von den Nationalsozialisten geschlossene Marienschule in Babelsberg neu eröffnet werden konnte. Von der Suche nach einem geeigneten Grundstück und Gebäude, über die Überzeugung einer politischen Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung, bis zur Gewinnung des Erzbistums als Träger der Schule vergingen viele Jahre an deren Ende nun eine gut funktionierende und moderne Freie Schule inmitten von Potsdam steht.

Der dritte Platz ging an Bianca Stimmig aus Brandenburg an der Havel. Die Lesepatin an der Theodor-Fontane Schule wurde von ihren Schülern und dem gesamten Kollegium vorgeschlagen. Auf ihrem Stundenplan steht „Lesen, Lesen lernen und Lesetraining“. Dazu gehört nicht nur das Vorlesen, sondern auch der Austausch über das Gelesene. Die Zeit mit der ehrenamtlichen Lesepatin ist bei den Schülern der 1. und 2. Klasse immer heiß begehrt und auch die Eltern und Lehrer sind von ihrer Arbeit begeistert.

Nicht unter den ersten drei Plätzen, aber mit einer Urkunde für ihr besonderes Engagement geehrt, wurden zudem Frau Rosemarie Witte aus Brandenburg an der Havel und Frau Dr. Else Ackermann aus Neuenhagen. 

Hintergrund:

Der Preis ist nach Dr. Wilhelm Wolf, dem ersten Landesvorsitzende der CDU Brandenburg benannt. In den Augen der sowjetischen Besatzungsmacht und der SED–Führung war er ein äußerst unbequemer Mann. Wolf trat in der sowjetisch besetzten Zone trotz Repressalien für die Einhaltung der Grundrechte, der persönlichen Freiheit und für die Einheit Deutschlands ein und kam unter myteriösen Umständen 1948 bei einem Autounfall ums Leben.  
 
 
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