Gedachten der Opfer: Ingo Hansen, Dieter Dombrowski, Saskia Ludwig, Bodo Oehme
Gedachten der Opfer: Ingo Hansen, Dieter Dombrowski, Saskia Ludwig, Bodo Oehme
16.08.2011

Zentrale Gedenkveranstaltung in Schönwalde-Glien

50. Jahrestag Mauerbau - Denkmalprojekt vorgestellt

Trotz hochsommerlichen Wetters folgten zahlreiche märkische Christdemokraten der Einladung des CDU-Landesverbandes und der Senioren Union Brandenburg zur zentralen Gedenkveranstaltung anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus in Schönwalde-Glien.

Bürgermeister Bodo Oehme begrüßte die Gäste und ging in seiner Rede besonders auf die beiden an diesem Ort erschossenen Opfer Ulrich Steinhauer und Dietmar Schwietzer ein. Die Gedenkstele für Dietmar Schwietzer wurde erst kürzlich direkt am Mauerdenkmal an der Steinernen Brücke aufgestellt. Der Magdeburger Nachrichtenfacharbeiter wurde am 16. Februar 1977 kurz vor seinem 19. Geburtstag bei einem Fluchtversuch erschossen.

Während die Landesvorsitzende Dr. Saskia Ludwig in ihrer Rede den Schwerpunkt auf die Aufarbeitung der Geschichte legte, zeichnete Prof. Dr. Klaus Schroeder anschließend eindrucksvoll die Entwicklung nach, die schließlich am 13. August 1961 zum Bau der Mauer geführt hatte. Er rief ein Zitat des damaligen regierenden Bürgermeisters von Berlin, Willy Brandt, aus einer Erklärung im Abgeordnetenhaus vom 13. August 1961 in Erinnerung: „Eine Clique, die sich Regierung nennt, muß versuchen, ihre eigene Bevölkerung einzusperren. Die Betonpfeiler, der Stacheldraht, die Todesstreifen, die Wachtürme und die Maschinenpistolen, das sind die Kennzeichen eines Konzentrationslagers.“

Im Anschluss an die Kranzniederlegung und die Schweigeminute gab die Märkische Union den Auftakt für ein besonderes Projekt. Saskia Ludwig und Bodo Oehme übergaben Dieter Dombrowski zwei gebrannte Ziegel mit den Namen der beiden Mauertoten von Schönwalde-Glien. Dieter Dombrowski erklärte, dass die in der Glindower Ziegelei gefertigten Ziegel teil eines Denkmals im Menschenrechtszentrum Cottbus werden. Alle Todesopfer der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze sollen auf diese Weise den folgenden Generationen als Mahnung in Erinnerung gerufen werden.

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